PV+Ertrag

Module und Wirkungsgrad

Wo wenig Platz zur Verfügung steht, werden bevorzugt monokristalline Module eingesetzt. Durch den reineren Siliziumgehalt der Zellen ist der Wirkungsgrad größer (monokristalline Zellen benötigen etwas weniger Fläche für die gleiche Leistung) und haben oft eine geringfügig höhere Zellspannung. Sie erreichen heute eine Lebensdauer von über 30 Jahren.

Poly- oder auch multikristalline Zellen verwenden ein etwas unreineres Silizium und haben daher einen geringeren Wirkungsgrad (benötigen mehr Fläche für die gleiche Leistung). Trotzdem werden auch hiermit große Anlagen realisiert, weil oftmals der Wattpreis geringer ausfällt.

In Lebensdauer und Leistungstoleranz stehen sie den monokristallinen Modulen in nichts nach. Einige Hochleistungs-Poly-Module haben mittlerweile bessere Wirkungsgrade als “billige” monokristalline Module.

Bei den amorphen oder “Dünnschicht”-Modulen sind die Atome in den Zellen unregelmäßig angeordnet.Das Material ist übrigens von Kleingeräten wie Taschenrechner etc.bekannt…
Die ursprüngliche Leistung nimmt in den ersten 1000 Betriebsstunden stark ab (Degradation). Dafür haben diese Module im Auslieferzustand eine höhere Leistung (bis 22% mehr!).
Nach dem ersten Degradationsprozess bleibt die Leistung jedoch stabil.

Aufgrund der neuen Dünnschichttechnik können diese Module mit erheblich geringerem Material- und Kostenaufwand angeboten werden. Die Dünnschichtmodule haben zwar einen geringeren Wirkungsgrad (doppelt so großen Platzbedarf für die gleiche Energieabgabeleistung), aber kaum Probleme mit Überhitzung und Verschattung. Daher ist der Gesamtertrag im Verhältnis höher als bei kristallinen Siliziummodulen! Der Ertrag wird in dem Fall auf die Gestehungskosten einer solchen Anlage bezogen. Die Lebensdauer dieser Module ist mit derjenigen der kristallinen Module vergleichen.

Basisinformationen:

Alle Module erzeugen ihre Energie abhängig von der Helligkeit des Lichtes, des Einfallwinkels und der Temperatur. Die angegebene (Spitzen-)Nennleistung in Watt wird nur bei den Laborbedingungen von 1000 W/qm, 25°C Zelltemperatur 90° Einstrahlungswinkel bei Lichtspektrum 1,5 AM erreicht. Diese Normbedingungen gibt es in der Praxis nur selten.
Als Richtwerte kann man folgendes ansetzen: Täglich erzeugt ein unverschattetes Modul zwischen dem 0,5 fachen (trüber, kurzer Wintertag) und dem 7-fachen (klarer langer Sommertag) seiner angegeben Leistung (d.h. das 50 W-Modul bringt zwischen 25 Wh und 350 Wh). Im Süden Europas sind diese Werte etwas besser und im Norden schlechter.