Solarmodul ist nicht gleich Solarmodul. Der Ertrag der Solarernte hängt vom Wirkungsgrad der Module, von der Sonnenseinstrahlung, von der Neigung und Himmelsrichtung der Module zur Sonne, der Verschattung, vom Wechselrichter und natürlich von der Qualität der Module ab. Am effizientesten arbeiten Solarstromanlagen, wenn sie direkt nach Süden ausgerichtet sind. Nach Ost oder West gibt es bis zu 20/25% weniger Solarenergie.
Die Zeitschrift ENERGIEDEPESCHE schreibt: Die entscheidende Größe für den Modulvergleich ist die Stromerzeugung je Kilowatt installierter Leistung. Dieser Ertragswert hängt von sehr vielen Faktoren ab. Im Extremfall schwankt er zwischen 250 und 1.300 kWh/kWp, wie das folgende Beispiel zeigt: Die Paderborner Firma Biohaus hat zehn unterschiedliche Modultypen auf ihrem Bürogebäude montiert und die Erträge des ersten Jahres veröffentlicht ("Sonne Wind & Wärme" 7/2006, Seite 78). Für Paderborn wären bei einer guten Ausrichtung und Bauausführung (30 Grad Neigung, Südorientierung, keine Verschattung, gute Hinterlüftung, etc.) etwa 800 kWh/kWp zu erwarten gewesen. Die Fassadenanlage mit einer extrem ungünstigen Ausrichtung erbrachte 246 kWh/ kWp. Die Anlage, die sich selbst automatisch zur Sonne hin ausrichtet (Solartracker) erzielte im ersten Jahr dagegen 1.297 kWh/kWp, also den fünffachen Ertrag. Dünnschichtmodule schnitten dabei nicht schlechter ab als kristalline Zellen. Neben einer sorgfältigen Planung der Anlage, der Auswahl der Komponenten sowie der Installation zeigte sich immer wieder, wie wichtig auch eine ständige Überwachung der Anlage ist, um Ertragsminderungen sofort zu entdecken, zu untersuchen und die Ursachen zu beheben. Quelle:Franz Alt 2006 26 01 07 |