PV+Ertrag

Effizienzverbesserung

Checkliste für Ertragsverbesserung
  • Feststellen der Jahresleistung Die Erträge liegen normalerweise zwischen 800 kWh (im Norden) bis 1100 kWh je kWp installierte Modulleistung (im Süden) bei geringer Beschattung und einer Ausrichtung von bis +-45° von rein Süd abeichend, vorrausgesetzt eine Dachneigung von 15° – 45°.
  • Der speziell von Ihrer Anlage zu erwartende Ertrag kann mit einer entsprechenden Software sehr genau bestimmt werden. (siehe auch Rubrik „Verschattung“)
  • Wenn Sie auf diese Art und Weise geklärt haben, ob Ihre Anlage das Soll erfüllt und mit dem Ertrag nicht zufrieden sind, oder auch die PV-Anlage weiter optimieren wollen, können Sie die Anlage mit einem entsprechenden Messgerät überprüfen lassen.
  • Weitere Aufschlüsse z.B. über Wechselrichterabschaltungen o.ä . erhalten Sie im Abschnitt „Überwachungsoptimierung“. Generell ist auch die automatische Fehlermeldung der Wechselrichter eine wesentliche Grundlage zur Vermeidung von Einspeiseverlusten:
    Oft wird ein Anlagenfehler erst viel zu spät entdeckt. Dadurch kann der Jahresertrag ganz wesentlich verschlechtert werden – die Amortisationszeit der PV-Anlage verlängert sich. Zusätzliche Überwachungseinrichtungen – sog. Datenlogger z.B. – sind das Mittel der Wahl um dies zu verhindern. Schon für wenig Geld bieten die meisten Hersteller Systeme, die Sie oder auch Ihren Elektriker über Fax- SMS- oder Emailbenachrichtigung, von einer Fehlfunktion der PV-Anlage unterrichten. Auf diese Art und Weise gibt es nur kürzeste Ausfallzeiten und geringe Ertragseinbußen.
    Auch die eifrigsten Anlagenbeobachter werden die Anlagenmindestlaufzeit von 20 Jahren doch wahrscheinlich nicht durchhalten!
  • Weitere Ursachen für dauerhafte geringere Erträge liegen unter anderem auch in der Verkabelung. Wenn bei den Kabeln an Querschnitt gespart wurde, können sich die Abgabeleistungen um bis zu 3% – im Extremfall sogar noch mehr – reduzieren.
    Ein Verlust der je nach Anlagenleistung in der Laufzeit tausende von Euro kosten kann. Überprüfen Sie die Anschlussquerschnitte mit diesen Programm: GLEICHSTROM – WECHSELSTROM
    Eine Nachbesserung größerer Kabelquerschnitte kann also durchaus lohnend sein.
  • Auch bei den Wechselrichtern älterer Anlagen kann eine Überprüfung des Betriebsverhaltens bzw. auch der Auslegung sehr von Vorteil sein:
    In Einzelfällen ist das Auswechseln des Gerätes erforderlich. Bitte kontaktieren Sie zur Überprüfung der Auslegung den Hersteller oder einen PV-Fachmann.
    Wenn die Auslegung d.h. die Modulverschaltung und den Wechselrichtern fehlerhaft oder ungünstig ist, kann dies mit relativ geringem Aufwand korrigiert werden.
  • Reinigen Sie Ihre Module oder lassen Sie dies von entsprechenden Firmen durchführen, wenn Sie von Staubniederschlag aus Landwirtschaft oder Industrie betroffen sind! Messungen belegen die Wirksamkeit dieser Maßnahme
  • Kühlen Sie Ihre Module um zusätzlichen Ertrag für Ihre Anlage zu erwirtschaften!
    Zu empfehlen ist folgendes Konzept:
    (- Rentabel erst ab 10 kWp)
    – Beregnung der Dachfläche mit einem Sektorenregner
    – Eine bereits eingebaute Regenwasserzisterne verringert den Aufwand.
    – Falls keine Zisterne vorhanden ist, werden Tankcontainer (1000l) verwendet, die in   Reihe geschaltet werden können und sehr preisgünstig sind.
    – Die Temperaturregelung hält die Modultemperatur auf ca. 25 – 30°
    – Mit dieser Technik erreichen Sie eine jährlichen Mehrertrag von geschätzten 5 – 10%
    siehe auch: Modulkühlung.
  • Vermeiden Sie Verschattung z.B. durch rechtzeitiges Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern.
    Auch Antennenmasten oder ähnliche Hindernisse können den Ertrag Ihrer Anlage wesentlich schmälern.
    Denken Sie daran, dass auch kleinste Schattenverursacher wie z.B. Schneefanggitter einzelne Blätter auf Modulen, große Wirkung haben können.
  • Schnee und Eis bedecken – je nach Lage der Anlage – einen Teil des Jahres die Modulfläche. Gerade im Winter bringen die Module jedoch aufgrund der niedrigen Temperatur die maximale Leistung – wenn die Sonne einmal scheint .. Wenn Sie die Module abkehren wollen, sollten Sie jedoch auf jeden Fall professionell absturzgesichert sein!
    Sollten sie eine Anlage auf einem Flachdach planen, können Sie von vornherein einen größeren Abstand der Module von der Dachebene einhalten und so das selbständige Abrutschen des Schnees gewährleisten.
    Je Flacher die Dachneigung ist, desto weniger lohnt sich übrigens die Akrobatik des Schneeräumens:
    Die Sonne steht in dieser Jahreszeit so niedrig, dass auch das freigeräumte Modul kaum Leistung erbringt – es ist ja eher auf Sommersonne eingestellt.
  • Last but not least ist die Dachneigung und Himmelsrichtung des PV-Daches wichtig – oder eben doch nicht so wichtig?!
    Da die Sonne einen Winkel von über 180° beschreitet und ein Dach nur 180° abdecken kann, spielt die Ausrichtung keine so wichtige Rolle wie oft angenommen wird. Das Einstrahlungsdiagramm verdeutlicht dies.
    Siehe auch Abschnitt Neigung und Ausrichtung.